News » Dragon Mage

11

Mär

2013

Dragon Mage

WiP_Header

Normalerweise, wenn ich etwas zum persönlichen Spass male mache ich mir wenig Gedanken im Vorfeld.
Ich beginne einfach mit ein bisschen rumkritzeln oder vielleicht einer ganz vagen Idee und sehe einfach was passiert.. Bei diesem Bild allerdings hatte ich allerdings etwas Anderes vor..

Mein Plan ist/war eine Methode zu zeigen, wie ich Fotos als Referenz einsetze.
Ich hatte für dieses Bild genügend freie Zeit, daher handelt es sich um eine Kombination aus Freihand und Gitterverwendung.
Ein durchaus legitimer Platz um Fotoreferenzen zu finden ist z.b. Depositphoto.com. Für einen gewissen Betrag kann man dort eine Nutzungslizenz erwerben und das Foto gemäss der gewählten Lizenz auf verschiedene Weise einsetzen. Da ich das gewählte Foto nur als Referenz nutze, reicht hier eine einfache Lizenz. Nach ein bisschen suchen, fand ich ein Bild welches für mein Vorhaben gut geeignet schien.
Also her mit den Credits, Lizenz erworben, Livestream gestartet und “losgelegt”

Eigentlich wollte ich den gesamten Prozess per Livestream mitfilmen, allerdings stürzte mir die Software mehrfach ab, so dass ich die ersten 2 Std. nun auf ein paar Minuten zusammengestückelt und beschleunigt habe. Sobald ich wieder Zeit finde an dem Bild zu arbeiten, werd ich vielleicht ein andres Aufnahmetool austesten.

In der Zeit zwischen den Sprüngen im Video habe ich den Sketch weiter verfeinert und die Proportionen weiter korrigiert.
Ausserdem hab ich mir mein Leben leicht gemacht und die Hände/Arme per Grid übertragen, um etwas Zeit zu sparen. Dass wird mir sicherlich später zum Negativen gereichen. Einer der Nachteile am Nutzen eines Gitters (wie übrigens auch am Tracen) ist nämlich, dass man die Verzerrung der Kamera zu einem gewissen Teil mitüberträgt und dies später eventuell nochmal korrigieren muss.

Sketch

Die Skizze ist relativ grob gehalten, da ich im weiteren Prozess sowieso über drübermale, reicht mir das soweit aus.
Wie immer, wenn ich etwas nur für mich selbst male, konzentriere ich mich zu 100% auf das Gesicht.
Ich liebe es Portraits zu malen, persönliche finde ich das einfach unglaublich entspannend.. daher achte ich jetzt erstmal eher wenig auf den Rest.Wenn mir das Gesicht nicht gefällt, kann es nämlich gut sein, dass daß gesamte Bild im virtuellen Mülleimer landet.

Wie man im Video sehen kann, war ich mir eine Weile unsicher in welche Richtung ich final gehen möchte. Lieber ein kühles Farbschema und die Dame wird eine Dunkelelfe? Oder doch lieber eine warme Farbwahl und sie wird eine Art Wüstenelf?
Würde es sich um eine Auftragsarbeit handeln, ginge natürlich sehr viel mehr Zeit in die Konzeptionierung. Da werden mehrere Thumbs erstellt, in denen ich vorab Kompositions- und Stimmungsvarianten austeste.
Aber hey! Hier gings um die persönliche Freude da mag man mir das verzeihen ;)
Ich hab mich final für die warmen Töne und die Wüste entschieden, ich hatte das Gefühl es passe einfach besser zu ihr. Wenn ich auf diese Weise male, ist das recht typisch, dass sich der Charakter erst während des Malens herausformt, ein bisschen wie bei einer Skulptur aus Stein.

Während ich daran arbeite, entwickelt sich nicht nur das Aussehen sondern auch eine Geschichte drum herum, die mir hilft weitere Elemente zu integrieren.
Es hat ein bisschen was von der “magischen Tinte” mit der man als Kind geheime Botschaften auf ein weißes Blatt Papier geschrieben hat. Es ist alles schon vorhanden, man muss nur wissen wie man es hervorbringt ;)
Naja.. zumindest für mich funktioniert es auf diese Weise..

Etwa zwischen dem 2ten und 3ten Bild höre ich auf die Referenz intensiv zu nutzen und öffne sie nur noch sporadisch um Proportionen oder andere Elemente zu überprüfen.

dragonmage2

Der letzte Screenshot ist der aktuelle Stand der Arbeit. Leider konnte ich bisher nicht mehr dran weitermalen.

dragonmage_wip

to be continued……

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